Der Aktionskreis Halle: Postkonziliare Konflikte im Katholizismus der DDR

by Sebastian Holzbrecher

2020-04-24 08:05:38

Der Aktionskreis Halle (AKH) ist nicht nur als entfant terrible des ostdeutschen Katholizismus bekannt. Er ist zugleich die bedeutendste katholische Impulsgruppe in der DDR, die durch ihr Engagement in Konflikt mit Kirche und Staat geriet. Gegr... Read more
Der Aktionskreis Halle (AKH) ist nicht nur als entfant terrible des ostdeutschen Katholizismus bekannt. Er ist zugleich die bedeutendste katholische Impulsgruppe in der DDR, die durch ihr Engagement in Konflikt mit Kirche und Staat geriet. Gegründet 1970, gehört der AKH zur innerkirchlichen Aufbruchbewegung im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil. Forderungen nach der Wahl des Bischofs durch die Ortskirche gehören ebenso zur Agenda des Kreises wie Bemühungen um mehr innerkirchliche Pluralität und ein stärkeres ökumenisches Engagement. Am Beispiel des Aktionskreises Halle kann nachvollzogen werden, wie die katholische Kirche mit interner Kritik an ihrem Kurs der politischen Abstinenz umging. Darüber hinaus wird deutlich, wie der SED-Staat versuchte, innerkirchliche Aufbrüche niederzuschlagen. Weil man den AKH als politischen Störfaktor identifiziert hatte, sollte er durch das Ministerium für Staatssicherheit liquidiert werden. Dass es dabei zu einer Zusammenarbeit von Staat und Kirche gegen den AKH gekommen ist, gehört zu den dunkelsten Kapiteln der ostdeutschen Kirchengeschichte. Less

Book Details

Print pages464
PublisherEchter
Publication date April 1, 2014
ISBN9783429061265

Compare Prices

Store Availability Book Format Condition Price
Barnes & Noble In Stock NOOK Book NOOK Book Buy USD 23.99
Barnes & NobleIn Stock
Format
NOOK Book
Condition
NOOK Book
Buy USD 23.99
Available Discount
No Discount available

Join us and get access to all
your favourite books

Sign up for free and start exploring thousands of eBooks today.

Sign up for free